„Tradition muss man leben und gestalten“ (Thorsten Troschka)

Turniere, bei denen Geld für die gute Sache gesammelt wird, haben Tradition. Viele kennen das aus den USA, wo das Einsammeln von Spendengeldern für lokale und überregionale Organisationen und gemeinnützige Gesellschaften schon immer zum guten Ton gehört. Doch was ist eigentlich mit Deutschland? Für wen wird hier gespendet? Und wenn ja, warum überhaupt?

Die Antwort war bei uns in Wolfsburg auch in diesem Jahr eindeutig: Für die KinderKrebshilfe. Das „warum“ beantworten die KinderKrebshilfe und das deutsche Kinderkrebsregister umfassend und ausführlich. Die Stiftung Deutsche KinderKrebshilfe ist eine Tochterorganisation der Deutschen Krebshilfe.
Bundesweit unterstützt sie betroffene Kinder und deren Familien. Beinahe alle Therapiestudien, die in Deutschland laufen, werden von der KinderKrebshilfe finanziert. Die eigene Finanzierung bestreitet die Stiftung ausschließlich mit Spenden und Zuwendungen der Bevölkerung, da sie keinerlei öffentliche Mittel erhält. Obgleich Krebserkrankungen in der Altersgruppe von Kindern und Jugendlichen selten sind (1% in dieser Altersgruppe), handelt es sich bei Krebserkrankungen um die tödlichsten Krankheiten, die junge Menschen treffen können. Eine Unterstützung dieser wichtigen Stiftung ist daher nicht nur wünschenswert, sondern absolut notwendig. Die Unterstützung der deutschen Krebshilfe durch den deutschen Golfsport hat – zu Recht – eine lange Tradition.
Zu Traditionen gehören auch immer ein paar Zahlen. Um einige wichtige zu nennen, sollte man sich kurz ansehen, seit wann deutsche Golferinnen und Golfer für die deutsche Krebshilfe Geld zusammentragen. Seit nunmehr 37 Jahren spenden deutsche Golferinnen und Golfer für die Deutsche Krebshilfe und haben seitdem über 7,5 Millionen Euro gesammelt. In 2018 wird, ab April, viereinhalb Monate lang bundesweit für die Deutsche Krebshilfe gesammelt und dabei wird sportlich um den Einzug in das Halbfinale am 8. September im Weserbergland und ab dort natürlich um das große Finale in Essen gekämpft. Und gekämpft wurde am ersten Juliwochenende auch im Wolfsburger Golfclub. 75 Teilnehmer hatten sich für das Benefizturnier angemeldet und haben auf unserer Anlage bis zum letzten Putt gekämpft. Und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen, es gab insgesamt 16 Unterspielungen über alle Klassen hinweg. Besonders bemerkenswert war die Verbesserung vom Bruttosieger, der sein HCP von 0,1 auf 0,0 verbessern konnte und somit ab sofort ein neues „PRO Handicap“ hat.
Und um die letzte Zahl zu nennen: an diesem Tag kamen 1.475 € zusammen, die der Stiftung zu Gute kommen. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, die an diesem Tag mit Spaß, Passion und dem Bewusstsein für die richtige Sache mitgemacht haben. Es wird mit Sicherheit nicht das letzte Benefizturnier bei uns gewesen sein, denn Traditionen sind wichtig und auch richtig. Besonders in diesem Fall.
Bericht: Alessa Wesener

Benefizgolfturnier Dt. Krebshilfe Siegerliste 01.07.2018

v. l.: Bruttosieger Jan Alexander Tschorn mit dem Präsidenten Norbert Preine und der Bruttosiegerin Natascha Wiggers